Energiesparen im Haushalt

Kühlschränke und Gefriertruhen

 Das Kühlen und Gefrieren von Lebensmitteln verursacht rund 19 % der Stromkosten. Beeinflusst wird der Stromverbrauch durch das Alter des Gerätes, die Kühltemperatur (nicht unter +5 °C) sowie die Klassierung gemäss der energieEtikette. Besonders sparsame Geräte (A+++) verbrauchen nicht einmal halb so viel Strom wie ein Gerät mit Energieetikette A (niedriger Verbrauch). 

 

Kochen und Backen

 Der Elektroherd mit integriertem Backofen gehört zu den grössten Energieverbrauchern im Haushalt. Sein Anteil am Stromverbrauch beträgt etwa 10 %. Neben stromsparenden Elektroherd-Modellen sollen Alternativen wie Induktionsplatten bedacht werden. Auch mit Keramikkochfeldern sinkt der Stromverbrauch leicht dank der kürzeren Kochzeiten. Ein Vorheizen beim Backofen ist – ausser bei Gebäck aus Blätterteig – meistens nicht erforderlich.

Beim Kauf eines Backofens ist auf die Energieetikette A zu achten.

Kochen mit Gas kann energetisch, je nach Herkunft der Elektrizität, und finanziell günstiger sein als Kochen mit Strom. Bei einer Renovation lohnt es sich zu überlegen, ob die Liegenschaft ans Gasnetz angeschlossen werden könnte.

Bei Kochen sollten Herdplatte und Topfdurchmesser möglichst über-einstimmen. Energie lässt sich auch sparen, indem man Schnellkochtöpfe verwendet oder die Herdplatte frühzeitig ausschaltet und die Nachwärme nutzt.

 

Warmwasser

 Die Warmwassererzeugung im Elektroboiler benötigt in der Regel etwas weniger als die Hälfte des gesamten Stromverbrauchs im Privathaushalt. Es genügt, die Temperaturen in einem Boiler auf rund 50 °C einzustellen und den Boiler mit einer sogenannten Legionellenschaltung auszurüsten. Duschen anstelle von Baden reduziert den Warmwasserverbrauch ebenso wie der Einsatz von Sparbrausen – auch beim Lavabo. Die Mustervorschriften der Kantone für den Energiebereich, welche in den meisten Kantonen bereits umgesetzt sind, verlangen zudem, den Energiebedarf für das Warmwasser teilweise über das Heizsystem respektive mit erneuerbarer Energie – und nicht mehr ausschliesslich mit Elektrizität – zu decken.

 

Geschirrspüler

 Geschirrspüler belasten den Strombedarf im Haushalt mit einem Anteil von etwa 4 %. Bei der Neuanschaffung ist auf die sparsamen «A+++/A-Geräte» zu achten, welche die beste Energieeffizienz im Sparprogramm und den niedrigsten Wasserverbrauch aufweisen. Ein zusätzliches A weisen zudem Geräte mit vorbildlicher Reinigungs- und Trocknungs-wirkung aus.

Das Gerät kann an das Wassererwärmungssystem angeschlossen werden, wenn dieses mit Sonnenenergie, Holz oder über eine Wärme-pumpe erfolgt.

Eine Rückschlagklappe zwischen den Abläufen des Waschbeckens und der Maschine verhindert, dass Spülwasser in die Abwaschmaschine läuft.

Eine Wasserstopp-Einrichtung verhindert einen Wasserüberlauf.

 

Beleuchtung

 Die Beleuchtung frisst in einem Durchschnittshaushalt beinahe einen Sechstel des gesamten Strombedarfs.

Energiesparlampen oder LED-Leuchten verwenden, wo es sich aufgrund der Brenndauer lohnt: Diese sind zwar teurer als Glühlampen, die eine bessere Energieetikette als E besitzen, brennen aber acht bis zehn Mal länger. Die Lichtausbeute ist zudem um ein Mehrfaches höher.

Zeitschalter für Lampen im Gang und Keller.

Direkte Beleuchtung statt diffuses Licht.

 

Fernsehgeräte, Home Office

Unterhaltungselektronik und Home-Office-Geräte beanspruchen einen Anteil von knapp 20 % des Stromverbrauchs im Durchschnittshaushalt.

Je kleiner die Bildschirmfläche desto geringer ist der Stromverbrauch. Aber aufgepasst: Grosse Bildschirme (ab 120 cm Diagonale) sind mit der Energieetikette A++ ausgezeichnet; sie verbrauchen jedoch mehr Strom als kleinere Geräte, die nur ein A tragen.

 TFT- respektive LED-Fernseher sind stromsparender als Plasma-TV.

Bei den Computern sind LCD-Bildschirme sparsamer als Röhren-bildschirme, unter der Voraussetzung, dass die Bilddiagonale dieselbe bleibt.