Bundesrat setzt totalrevidiertes Energiegesetz per 2018 in Kraft

2.11.2017

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 1. November 2017 das totalrevidierte Energiegesetz, dem die Schweizer Stimmbevölkerung in der Referendumsabstimmung vom 21. Mai 2017 zugestimmt hat, per 1. Januar 2018 in Kraft gesetzt. Gleichzeitig hat er die Ergebnisse der Vernehmlassung zu den zugehörigen Verordnungsrevisionen zur Kenntnis genommen und die Verordnungen verabschiedet. Die drei neuen und sechs revidierten Verordnungen treten gleichzeitig mit dem Gesetz in Kraft.

Die Änderungen auf Gesetzesebene machen auch Anpassungen auf Verordnungsstufe notwendig. Dazu wurde vom 1. Februar bis zum 8. Mai 2017 eine Vernehmlassung durchgeführt.

Die Anpassungen betreffen folgende Verordnungen: Die Energieverordnung wird totalrevidiert und neu in drei separate Verordnungen aufgeteilt (Energieverordnung, Energieförderungsverordnung, Energieeffizienzverordnung). Ebenfalls totalrevidiert wird die Herkunftsnachweis-Verordnung. Eine Teilrevision erfahren die Kernenergieverordnung, die Stromversorgungsverordnung, die CO2-Verordnung, die Verordnung über Gebühren und Aufsichtsabgaben im Energiebereich sowie die Landesgeologieverordnung. Informationen zu den wichtigsten Neuerungen enthält das Faktenblatt in der Beilage zu dieser Medienmitteilung.

 

Was heisst das für PV Anlagen

 

Kleinanlagen mit einer Leistung von weniger als 100 kW können nur noch eine Einmalvergütung beantragen. Einmalvergütungen stehen grundsätzlich für Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von mindestens 2 kW bis höchstens 50 MW zur Verfügung. Die Einmalvergütung deckt höchstens 30% der Investitionskosten einer vergleichbaren Anlage (Referenzanlage). Anlagen mit einer Leistung ab 100 kW können grundsätzlich weiterhin ins Einspeisevergütungssystem aufgenommen werden. Dabei wird das bisherige Abbauregime beibehalten, das heisst der Abbau der Warteliste erfolgt in der Reihenfolge des Einreichedatums der Gesuche. Gemäss Berechnungen des Bundesamts für Energie (BFE) können unter den ab 2018 geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen voraussichtlich noch rund 950 Photovoltaikanlagen über 100 kW, die vor dem 30.06.2012 zur KEV angemeldet worden sind, ins Fördersystem aufgenommen werden. Dies entspricht einem Volumen von ca. 170 MW wovon 50% noch gebaut werden kann.

werden. Das Datum ist eine aufgrund der heute vorliegenden Informationen und der rechtlichen Rahmenbedingungen errechnete Annahme, die sich aufgrund geänderter Rahmenbedingungen (z.B. Strommarktpreis, politische Änderungen am Fördersystem) wieder ändern kann. Die Finanzierung der Einmalvergütungen und der Einspeisevergütungen erfolgt über den Netzzuschlag. Neue Einspeisevergütungen

können längstens bis Ende 2022, Einmalvergütungen bis 2030 bewilligt werden.

Quelle: Bundesamt für Energie

Vorgezogene Recyclinggebühr (vRG)

Seit dem 1.Januar 2015 wird für Photovoltaik Module und Wechselrichter die vorgezogene Recyclinggebühr erhoben. Beim Kauf von Photovoltaik Modulen bei der ekonzept ag ist die Gebühr im Kaufpreis eingeschlossen. Die Kosten der vorgezogenen Gebühr belaufen sich auf 4 Rp. pro kg.

Klarheit bei PV Kleinanlagen bis 30kWp

Der Bundesrat hat Klarheit geschaffen. Photovoltaik-Anlagen bis 10kWp werden künftig anstelle der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) mit Einmalvergütung gefördert.

Betreiber von neuen1 kleinen Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung zwischen 10 kW und unter 30 kW können zwischen KEV und Einmalvergütung wählen.

 

Die produzierte Energie können Sie selber konsumieren. Für jede selbstkonsumierte Kilowattstunde sparen Sie rund 20 Rp./kWh. Den überschüssigen Strom, welchen Sie ins Netz einspeisen, können sie auf dem Markt verkaufen. Ihr Netzbetreiber muss Ihnen diese Energie abkaufen. Den ökologischen Mehrwert können sie ebenso frei verkaufen.

 

Eine vorherige Anmeldung Ihres Projektes bei swissgrid ist nicht notwendig Sie müssen lediglich die Inbetriebnahme melden (eine Dienstleistung die bei unseren Projekten durch uns automatisch erfolgt).

 
KEV Fördersysteme und Anmelddatum
KEV Fördersysteme und Anmelddatum
KEV Tarife an 1.1.2014
KEV Tarife an 1.1.2014

Der Bundesrat hat heute die revidierte Energieverordnung (EnV) verabschiedet

Der Bundesrat hat heute die revidierte Energieverordnung (EnV) verabschiedet. Sie wird am 1.4.2014 in Kraft treten. Sämtliche Informationen inklusive ein Faktenblatt zur Einmalvergütung sind hier zu finden.

 

Feststellen lässt sich:

  • Die Ansätze für die Einmalvergütung haben sich gegenüber dem Vernehmlassungsentwurf nicht mehr geändert. gem. Art. 3g bis gilt die Anmeldung bei der KEV auch als Anmeldung für die Einmalvergütung. Das bedeutet: Mit einem Wartelistenbescheid kann gebaut werden, es braucht keine separate Bestätigung von Swissgrid für die Einmalvergütung.
  • Die Bildung von separaten Verbrauchsgruppen mit hohen Leistungstarifen für Eigenverbraucher von Solarstrom wird durch eine Anpassung in der StromVV erschwert (siehe S. 9 der Verordnungsänderung, Art. 18 StromVV)

Neue KEV Tarife 2014

Der Bundesrat hat heute die KEV-Tarife 2014 festgelegt. Swissolar begrüsst es, dass das BFE nicht an der im August vorgeschlagenen extremen Kürzung der Einspeisetarife für Photovoltaik festgehalten hat. Mit einer Verkürzung der Vergütungsdauer von 25 auf 20 Jahre (entspricht einer Reduktion um 20%) und einer Kürzung der Tarife um 10% handelt es sich aber immer noch um eine sehr herausfordernde Veränderung der Rahmenbedingungen für die Anbieter. Der Tarif für integrierte Anlagen bleibt bis zu einer Nennleistung von 100 kW bestehen. Für grössere Anlagen gilt jedoch der Tarif „Angebaut“.

Kleine Photovoltaik-Anlagen (<30kWp) brauchen keine Plangenehmigung mehr

Der Bundesrat hat die Teilrevision der Verordnung über das Plangenehmigungsverfahren (VPeA) gutgeheissen. Dank der neuen Regelungen können kleine Photovoltaik-Anlagen und andere kleine Stromerzeugungsanlagen künftig ohne Genehmigung des Eidgenössischen Starkstrominspektorats ESTI gebaut werden. Eine Plangenehmigungspflicht besteht nur noch für Anlagen mit einer Leistung über 30 kVA. Die revidierte Verordnung tritt am 1. Dezember 2013 in Kraft.

 

Statt des Plangenehmigungsverfahrens werden künftig technische Abnahmekontrollen sowie eine periodische Kontrolle eingeführt. Damit soll sichergestellt werden, dass diese Anlagen einerseits rasch erstellt und in Betrieb genommen werden können und andererseits die Sicherheit der Anlage ohne grossen administrativen Aufwand während ihrer ganzen Lebensdauer gewährleistet ist.

Swissolar und verschiedene betroffene Firmen haben das BFE auf die schwerwiegenden Konsequenzen der vorgeschlagenen Absenkung der KEV-Tarife und der auf 15 Jahre verkürzten Vergütungsdauer hingewiesen. Das BFE teilt inzwischen mit, dass die Vorlage nochmals gründlich überprüft werde. Swissolar drängt darauf, dass die definitiven Tarife ab 1. Januar 2014 möglichst rasch bekannt gegeben werden, denn die momentane Unsicherheit verhindert Investitionsentscheide. Wir hoffen, dass wir Ihnen zu diesem Thema an der Branchenversammlung am 24.10.2013 noch weitere Informationen liefern können.

KEV-Absenkung 2014: BFE überprüft

Wahl zwischen KEV oder Einmalvergütung

Mit der Annahme vom 13.6.2013 im Ständerat wurde die unterschiedliche Haltung der beiden Räte betreffend der Grösse der Solaranlagen, die nicht mehr die kostendecken Einspeisevergütung (KEV) sondern eine Einmalvergütung erhalten sollen, bereinigt. Für Anlagen zwischen 10 und 30 Kilowatt haben die Anlagenbesitzer nun die Wahl zwischen der Einmalvergütung oder der KEV. Mit dem neuen Gesetz ab 2014 wird der zeitgleiche Eigenverbrauch des selbst produzierten Solarstroms ausdrücklich zugelassen.

Das 2014 in Kraft tretende Gesetz ermöglicht Tausenden von Hausbesitzern, Gewerbetreibenden, Bauern und öffentlichen Institutionen einen Beitrag zum Umbau der Energielandschaft in der Schweiz zu leisten.

Fragen Sie uns an, wir unterstützen Sie gerne auf Ihrem Weg in eine neue Energiezukunft.

ekonzept ag wird Fachmitglied von Swissolar

Die ekonzept ag ist seit Mai 2013 Fachmitglied bei Swissolar.

Swissolar vertritt als Branchenverband die Interessen von über 400 Verbandsmitgliedern mit rund 10‘000 Arbeitsplätzen der Schweizer Solarenergiebranche in der Öffentlichkeit, der Politik und gegenüber den regulierenden Behörden. Swissolar setzt sich für eine schnell wachsende Nutzung von Solarenergie in der Schweiz ein.

ekonzept ag zertifiziert als Solarstromplaner Swissolar

Zertifikat Solarstromplaner Swissolar
Zertifizierter Solarstromplaner Swissola
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Kleine PV-Anlagen bis 10 kW fallen aus der KEV heraus

Bei Zustimmung durch den Ständerat tritt eine Gesetzesänderung inkl. Verordnung per 01.01.2014 in Kraft.

Mit der Vorlage 12.400 fallen kleine Photovoltaikanlagen bis 10 kW aus der kostendeckenden Vergütung (KEV) heraus und werden nur noch mit einem limitierten Investitionsbeitrag (Einmalvergütung) gefördert. Die Höhe der Einmalvergütung für Anlagen bis 10 kW beträgt 30 % der Anlagekosten. Die Vergütung wird auf der Basis von Referenzanlagen definiert. Die Anmeldung von Anlagen unter und über 10 kW erfolgt weiterhin bei Swissgrid.

Medienmitteilung der Agentur für Erneuerbare Energien (A EE)
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Grösste PV-Anlage im Thurgau am Netz

Teil der Anlage PV-STUTZ AG
Teil der Anlage PV-STUTZ AG

Am 28.11.2012 konnte die Firma STUTZ AG zwei Wochen früher als geplant ihre PV-Anlage auf den Dächern ihres Werkhofs in Hatswil in Betrieb nehmen. Insgesammt wurden 3021 Module mit 45 Wechselrichter ans Netz angeschlossen. Über die ebenfalls neu realisierte Trafostation soll in Zukunft Strom für 150 Haushalte produziert werden.

 

Mehr Infos unter 

 

Wir dankem dem auftraggeber für den Auftrag und das uns entgegengebrachte Vertrauen.

Änderungen der KEV angekündigt

Der Bundesrat hat am Freitag 28. September 2012 ein erstes Massnahmenpaket für den schrittweisen Umbau der schweizerischen Energieversorgung (Energiestrategie 2050) in die Vernehmlassung geschickt. Bei der Stromversorgung setzt der Bundesrat neben der Energieeffizienz auf die neuen erneuerbaren Energien (24.2 TWh/a) und die Wasserkraft (44.15 TWh/a), welche langfristig den Schweizerischen Strombedarf decken sollen. Diese deutliche Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien soll auch durch den Ausbau der Kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) erreicht werden. Der Kostendeckel soll wegfallen, damit genügend Fördermittel für die KEV zur Verfügung stehen. Einzig für die Photovoltaik soll es weiterhin jährliche Kontingente für den Zubau geben. Kleine Photovoltaikanlagen werden nach den Plänen des Bundesrates aus der Einspeisevergütung herausgelöst und stattdessen eine einmalige Investitionshilfe erhalten (30% der Investitionskosten).


Parallel zur Energiestrategie 2050 des Bundesrates ist die parlamentarische Initiative der UREK-N „Freigabe der Investitionen in erneuerbare Energien ohne Bestrafung der Grossverbraucher“ in die Vernehmlassung geschickt worden. Die Initiative beabsichtigt den heute geltenden, maximalen KEV-Abgabesatz von 0.9 möglichst rasch auf 1.4 Rp./kWh zu erhöhen. Dadurch würden der KEV mehr Mittel zur Verfügung stehen, um weitere Projekte auf der Warteliste zu fördern. Im Gegenzug sollen die industriellen Grossverbraucher stärker von der KEV-Abgabe entlastet werden, womit der KEV umgekehrt Mittel entzogen würden. Sofern bei einem Grossverbraucher die Elektrizitätskosten mehr als 5% der Bruttowertschöpfung betragen, könnte er teilweise von der KEV-Abgabe befreit werden. Bei über 10% Elektrizitätskosten wäre eine vollständige Befreiung möglich, sofern diese Verbraucher eine Zielvereinbarung mit dem Bund abschliessen.

Konkret haben weder die Energiestrategie 2050 des Bundesrates noch die parlamentarische Initiative unmittelbare Auswirkungen, d.h. kurzfristige Einflüsse auf die KEV.

  • In den Jahren 2012 und 2013 sind noch keine Beschlüsse zu beiden Vorlagen vom Parlament zu erwarten. Das heisst, es gibt noch keine Basis für neue Kontingente, also positive Förderbescheide der KEV. 
  • Eine Ausnahme ist für 2013 möglich, falls das BFE zur Stabilisierung der PV-Branche ein weiteres Kontingent beschliessen sollte. 
  • Falls die parlamentarische Initiative schnell und ohne Komplikationen durch beide Parlamentskammern angenommen wird, wäre eine Inkraftsetzung auf 2014 möglich. Aus heutiger Sicht könnten mit den effektiv zusätzlichen Mittel die Warteliste um 1/3, d.h. ca. 8‘000 Anlagen abgebaut werden.
  • Mit der Inkraftsetzung des neuen Energiegesetzes ist frühestens auf Anfang 2015 zu rechnen. Vorher können der vom Bundesrat vorgeschlagene Umbau und die Aufstockung der KEV nicht beginnen. Das heisst, zusätzliche Mittel für den weiteren Abbau der Warteliste sind erst ab 2015 verfügbar. 

Bis dahin gelten die bestehenden Vorschriften und Richtlinien der KEV. Die Wartelisten werden bis auf weiteres in der vorliegenden Art bestehen bleiben. Swissgrid informiert die direkt betroffenen Teilnehmer der KEV, sobald sich Änderungen hinsichtlich der Abarbeitung der Wartelisten ergeben. Auf der Swissgrid Webseite sind die jeweils aktuellsten Informationen zu den Entwicklungen zur Förderung der erneuerbaren Energien zu finden.

 

Kostendeckende Einspeisevergütung für Solarstrom sinkt per 1. Oktober 2012 erneut

Das UVEK senkt die KEV-Vergütungssätze für neue Photovoltaik-Anlagen per 1. Oktober 2012 um durchschnittlich 15%. Mit dieser bereits dritten Tarifabsenkung im laufenden Jahr reagiert das UVEK auf den Preiszerfall auf dem europäischen Markt für Photovoltaik-Module.


Durch den Verkaufseinbruch in Deutschland sind die Preise für Photovoltaik-Module in den letzten Monaten weiter gesunken. Aus diesem Grund senkt das UVEK die KEV-Vergütungssätze für neue Photovoltaik-Anlagen per 1. Oktober 2012 um durchschnittlich 15% ab. Nach der ordentlichen Absenkung von 8% per 1. Januar 2012 (gemäss Energieverordnung, Anhang 1.2, Art. 4.1) und der per 1. März 2012 erfolgten ausserordentlichen Absenkung um rund 10% ist dies bereits die dritte Tarifabsenkung im laufenden Jahr.


Damit sinkt der durchschnittliche KEV-Vergütungssatz für Neuanlagen von 36 Rp./kWh auf 31 Rp./kWh (Bandbereite je nach Anlagentyp und Grösse zwischen 21.6 und 42.8 Rp./kWh. Tarife im Detail: siehe Energieverordnung, Anhang 1.2, siehe Anhang zu dieser Medienmitteilung).

Per Anfang 2013 werden die Photovoltaik-Vergütungssätze automatisch um weitere 8% gesenkt. Infolge der grossen Unsicherheiten der Preisentwicklung für Photovoltaik-Module überprüft das UVEK die Höhe der KEV-Vergütungssätze laufend weiter.